Jiu Jitsu

jiujitsuJiu Jitsu wird auch gerne Ju Jutsu genannt. Es geht hierbei um einen Selbstverteidigungssport, den an in vielen Ländern lernen kann. Gerade in Deutschland ist diese Sportart ein Selbstverteidigungssystem für das alltägliche Leben, aber auch eine klassische Kampfkunst. Man Jiu Jitsu ins Deutsche übersetzen und dann heißt es so viel wie „Sanfte Kunst“. Und wer diesen Sport für sich nutzt, wird schnell merken, warum man ihn so nennt.

Jiu Jitsu besteht aus mehreren Verteidigungstechniken, die schon Kinder lernen können. Jede Technik kann bei verschiedenen Angriffsarten verwendet werden. Wichtig ist aber das Üben, denn nur so beherrscht man die Technik richtig und kann vor allem seine Bewegungsabläufe automatisieren, so dass sie fließend ausgeübt werden können. Jedes Stocken in der Bewegung ist eher ein Nachteil. Mit vielen verschiedenen Techniken kann man perfekte Kombinationen einüben und hat so eine gute Verteidigung gegen Gegner. Wer mit dem Sport beginnt, wird schon schnell begeistert sein. In der Regel lernt man schnell einige kleine Techniken, die man dann perfektionieren kann. Aber schon mit diesen wenigen Möglichkeiten, kann man sich gut zur Wehr setzen und hat einen wunderbaren Nutzeffekt.

Wie aber kam es zu Jiu Jitsu?

Diese Frage lässt sich leicht beantworten, besteht doch diese Kunst aus mehreren Sportarten der Selbstverteidigung. Jiu Jitsu ist relativ neu, denn im Jahre 1967 sollten hochgraduierte Dan-Träger, als wahre Meister in der Selbstverteidigung, damit beauftragt, ein System zusammenzustellen, was eine gute Kampftechnik ist. Jiu Jitsu ist somit nicht einfach nur ein Kampfsport, sondern gleich mehrere. Man lernt zum Teil Judo, ebenso wie Aikido. Damals ging es vor allem darum, dass die Technik der Polizei gerecht wurde und beauftragt hat dies das Deutsche Dan-Kollegium. Natürlich wurden seit dem Jahre 1967 die Techniken immer noch erweitert und somit optimiert. Es ging auch darum, einen Kampfsport zu erschaffen, bei dem es um wenige Einschränkungen geht. Bei dem auch die Philosophien nicht ganz so wichtig sind.

Erschaffen für die Polizei, war dieser Sport lange Zeit ein Dienstpflichtfach für alle angehenden Polizisten. Der Sport gehört einfach in Deutschland zur Ausbildung dazu, nicht nur für Polizisten, sondern auch für die Justiz und den Zoll. Heute hat sich dies aber geändert, in Deutschland muss man nicht unbedingt diesen Sport unterrichten. Besser gesagt, wird eigentlich fast nirgends mehr das reine Jiu Jitsu unterrichtet. Es geht eher um die waffenlose Selbstverteidigung, mit der sich die Polizisten auch ganz ohne Dienstwaffe zur Wehr setzen können. Aber noch immer besteht die waffenlose Selbstverteidigung überwiegend aus Jiu Jitsu. Man hat quasi dem Kind nur einen anderen Namen gegeben. Viele sportliche Elemente, die früher wichtig waren, sind dabei weggefallen. Nun geht es eher um die praxisnahe Technik.

Es wurde also mit der Zeit immer noch an diesem Sport gefeilt, um ein perfektes System für den Polizei- und Strafvollzugsdienst zu finden. Jiu Jitsu wurde immer überarbeitet und derzeit hat man einen Sport, mit dem man sich schnell zur Wehr setzen kann. Man kann in jeder Situation eine perfekte Selbstverteidigung einbringen.

Heute ist es so, dass der Sport nicht nur bei der polizeilichen Ausbildung geboten wird, sondern in viele Studios und Vereine gefunden hat. Es gibt zahlreiche Fitnessstudios, wo man die passsenden Kurse angeboten bekommt. Dazu bietet der deutsche Jiu Jitsu Verband immer wieder Seminare für Angehörige von Polizisten, Zollmitarbeitern oder aber Gefängniswärtern.

Aber auch ohne ein Angehöriger von Polizisten und Co. zu sein, kann man selbst Jiu Jitsu lernen und sich zur Wehr setzen, wenn es sein muss. Hier gilt natürlich wie bei allen Sportarten, dass man den Kampfsport nur zur Verteidigung einsetzen darf!

Heute ist es so, dass Jiu Jitsu vor allem aus drei Grundsäulen besteht, auch wenn noch andere Sportarten mit einfließen können. Aikido, Karate und Judo sind diese drei Grundsäulen, die zu einer Technik vereint wurden, eben zu der besten Kampftechnik! Verwunderlich ist dies nicht, denn beim Aikido geht es um Hebel- und Wurftechniken, dazu nimmt man noch Judo mit seinen Fall-, Wurf- und Bodentechniken und dann noch Karate mit den passsenden Schlägen und Tritten. Man kann sich also mit dem ganzen Körper zur Wehr setzen. Darüber hinaus hat man auch noch andere Sportarten integriert, wie zum Beispiel Kickboxen oder auch Thaiboxen. Die drei Grundsäulen werden auch von Ringen, Wing Chun und anderen Sportarten ergänzt. Aber wie gesagt, im Grunde lernt man erst einmal die Kampftechniken, die als die drei Säulen gelten. Bei allen Sportarten wurde gezielt auf die Technik von Jiu Jitsu geachtet, denn es muss natürlich auch passend sein. Keine Übung muss so exakt ausgeführt werden, wie man sie vielleicht von einem anderen Sport kennt, weil sie eben angepasst wurde und somit zu der einen besonderen Kampfsportart gehört und mit anderen Techniken verbunden wird.

Jiu Jitsu ist somit ein recht interessanter Sport, mit dem man nie Langeweile verspüren wird. Dank der Grundsäulen und den Techniken aus anderen Selbstverteidigungsarten, wird man immer neue Übungen lernen und kann immer noch das eigene Wissen erweitern. Jiu Jitsu ist nichts für Menschen, die wenig Geduld haben und schnell alle Techniken erlernen wollen, die damit verbunden sind. Man braucht für alle Kampftechniken viel Zeit und Ruhe. Nicht umsonst heißt es oft: In der Ruhe liegt die Kraft.

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