Yoga Meditation – der Weg zu Selbsterkenntnis

Fernöstliche Lebens-Kunst Meditation & Qi-Gong

Yoga ist mehr als eine anspruchsvolle sportliche Betätigung.

Es ist mehr, als Lebensbahnen anregen und geht über Atemtechniken und Om hinaus. Aber es ist auch all das. Im Zusammenspiel mit Körperübungen und Atembewusstsein, mit Konzentration und Meditation wird der Weg zur Selbsterkenntnis geöffnet.

Erkenne dein Selbst

Atma Jnana, die höchste Selbsterkenntnis, wird als Erleuchtung bezeichnet. Diesen Weg zu erreichen ist das Ziel eines jeden Yogis. Zumindest der Erleuchtung immer näher zu kommen wollen viele, die im Westen Yoga praktizieren. Doch wie definiert sich Selbsterkenntnis? Die Psychologie versteht hierunter das Begreifen der eigenen Gefühle, der Motive und Fähigkeiten. Durch Yoga lernt man, sich selbst zu interpretieren. Die Arbeit mit und an sich selbst ist bereits ein Ziel.

Yoga und der Weg des Wissens

Yoga ist eine Lehre, keine Religion. Es ist eine Lebensform, die von Spiritualität begleitet wird. Etwa 700 v. Chr. wurden in den Upanishaden Formen beschrieben, die das Yoga begründeten. In den alten indischen Schriften sind vier Wege erwähnt. Jnana Yogi, einer dieser Wege, wird als Weg des Wissens bezeichnet. Mit diesem Wissen ist die Selbsterkenntnis gemeint. Jnana heißt auf Sanskrit Erkenntnis. Und Yoga ist eine der sechs Darshana. So werden in sich geschlossene philosophische und praktische Wege genannt. Befreiung, auch vom alten Selbst, soll erreicht werden.

Erweitern der eigenen Grenzen

Laien, ja vielleicht auch Anfänger, sehen Yoga erst einmal als Weg zur Entspannung an. Ein geschmeidiger Körper ist ein weiterer Aspekt, der in westlichen Ländern geschätzt wird. Bereits nach wenigen Stunden wird den Übenden aber in einer guten Schule klar, dass ein über sich selbst Hinausgehen künftig ein wichtiger Teil jeder Übungsstunde sein wird. Und hier setzt schon ein erstes Erkennen an: “Ich kann mehr, als ich bisher von mir erwartete. Ich weiß mehr über mich, als ich früher wusste.”

Ruhe für den Geist

Im Yoga Sutra 1.2 heißt es sinngemäß, dass Yoga die sich dauernd verändernden mentalen Muster zur Ruhe kommen lässt. Was das nach sich zieht, liegt auf der Hand. Wir selber kommen zur Ruhe, finden unseren festen Standpunkt. Wie also Yogaübungen die Statik unseres Körpers kräftigen, so wird auch unser Geist gekräftigt. Ruhen Körper und Geist in sich, kann die Seele folgen. Mit diesem alten Wissen sollte jede Yogastunde beginnen. Durch Meditation wird der Geist geleert, Ruhe tritt ein. Die Atmung unterstützt diese Übung.

Das eigene Ziel zählt

Bei den folgenden Asanas bleiben die Yoga Praktizierenden immer in Verbindung mit ihrer Atmung.
Die körperlichen Übungen sind anstrengend, ja mitunter schmerzhaft. Das zwingt die Schüler, ganz tief in ihren Körper zu horchen. Wo fließt der Atem, wo herrscht Anspannung und wo wohlige Wärme. Dabei gibt es im Yoga keine Konkurrenz, jeder setzt sich sein Ziel selbst. Über sich Hinauswachsen schenkt ebenfalls Selbsterkenntnis. Schweifen meine Gedanken ab, fehlt die Konzentration, die Motivation?

Gelassenheit für den Alltag

Sich selber besser zu kennen, zu verstehen führt zu einem achtsameren Umgang mit sich selbst. Aber auch im zwischenmenschlichen Bereich wird durch diesen Aspekt des Yogas mehr Gelassenheit erreicht. Wenngleich dieser Punkt sicher ebenfalls Übung verlangt: der Weg ist das Ziel!
Geo Reportage: Yoga, Indiens erstaunliche Medizin Doku (2015)

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