Meditation in fernöstlichen Kulturkreisen

Meditation & Qi-Gong

Grundgedanken der Meditation und verschiedene Arten.

Was versteht man unter Meditation?

(aus dem Lateinischen meditari: nachdenken, nachsinnen, überlegen) ist eine in vielen Kulturkreisen und Religionen praktizierte Form der Konzentration. Durch Atemübungen und Konzentration auf das Wesentliche soll sich der Körper und vor allem der Geist beruhigen und sammeln. In fernöstlichen Kulturen gilt die Meditation als bewusstseinserweiternde Übung. Durch die Anwendung der Meditationsübungen werde nach Karl Jaspers die Subjekt-Objekt-Spaltung überwunden.

Bedeutung der Meditation in fernöstlichen Kulturen

Die Meditation ist in fernöstlichen Traditionen fest verwurzelt und wird auch heute noch angewandt. Besonders bei den Religionen des Hinduismus, Buddhismus und Daoismus kommt ähnlich hohe Bedeutung wie dem Gebet im Christentum oder Islam zu. Die Meditationspraktiken lassen sich bis zu den Upanishaden (= eine Sammlung philosophischer Schriften des Hinduismus und Teil des Veda) und der buddhistischen Tradition in Indien zurückverfolgen.

Eine bekannte und traditionsbehaftete Form der Meditation ist in westlichen Ländern vor allem aus dem Yoga bekannt. Die Meditation in fernöstlichen Kulturkreisen dient oft spirituellen Zwecken. Die Daoistische Meditation ist beispielsweise von Konzentration und innerer Ruhe geprägt. Ziel ist es, mit dem Dao (übersetzt: Weg, Pfad) eins zu werden und physische und geistige Unsterblichkeit zu erlangen.

Unterschiedliche Arten

Grundsätzlich lassen sich die Meditationstechniken in 2 große Gruppen einteilen.

MeditationMan unterscheidet:

  • die passive (kontemplative) Meditation, welche in absoluter Stille durchgeführt wird
  • und die aktive Meditation, welche bei körperlicher Anstrengung oder bei lautem Wiederholen von Meditationssätzen praktiziert wird.

Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man unter dem Begriff Meditation eher die passive Form der Entspannung.

Ruhemeditation

Diese Form beginnt oft mit dem Studium der Prinzipien und Lehren sowie dem Gebet in Worten oder im Sinn. Das Ziel der Ruhemeditation ist ein meditativer Bewusstseinszustand, es soll keine Unterscheidung zwischen vita activa und vita contemplativa mehr geben.

Einsichtsmeditation

In Europa sind vor allem die passiven Meditationstechniken Vipassana und Zazen bekannt. Sie folgen den traditionellen buddhistischen Lehren. Bei dieser Form der Meditation sitzt man aufrecht und entspannt und versucht eine transzendente geistige Erfahrung zu machen und eine Befreiung vom Selbst („eigenes Ego“) zu erreichen.

Konzentrationsmeditation

Bei dieser Form der Meditation versucht man sich auf eine bestimmte Sache wie den eigenen Atem, ein Bild oder ein Objekt zu konzentrieren und den alltäglichen Gedankenfluss auszuschalten. Dies soll zu einer tiefen Beruhigung des Geistes führen.

Transzendentale Meditation

Die TM ist eine vom indischen Lehrer Maharishi Mahesh Yogi verbreitete Meditationstechnik, welche seit Ende der 1950er Jahre weltweit verbreitet wurde. Als Hilfsmittel wird ein Mantra verwendet. Bei richtiger Durchführung der Meditationstechnik erfährt der Ausübende das Gefühl tiefer Stille und Ruhe bei gleichzeitig erhöhter Konzentration und Aufmerksamkeit. Mit zunehmendem Training stellt sich neben dem Wachen-, Traum- und Tiefschlaf-Zustand noch ein 4. Hauptbewusstseinszustand ein.

Aktive Meditation

Es gibt auch eine Reihe von aktiven Meditationstechniken.

Zu den aktiven Meditationstechniken gehören:

Zen Buddhismus
– Tantra
Yoga
– Kampfkunst (vor allem die inneren Kampfkünste wie Tai Chi Chuan, Baqua, Qi Gong)
– neuere fernöstlich inspirierte Meditationsmethoden
– Geh-Meditation
– Musik und Tanz
Wie Sie nun sehen konnten kann Meditation unterschiedliche Formen annehmen und in unterschiedlicher Weise praktiziert werden. Vor allem in den letzten Jahren wurden in westlichen Kulturen gymnastisch geprägte Meditationstechniken wie Yoga zur Entspannung immer beliebter.

Meditation-Übung zum mittmachen: Kerze

  • mach es dir so bequem wie möglich am besten in sitzende Position.
  • Körper ist gerade aufgerichtet, Schulter sind gesenkt und entspannt, Arme liegen auf dem Oberschenkel mit Handflächen nach oben.
  • Füße liegen schulterbreit auf dem Boden.
  • Denke und konzentriere dich nur auf das entspannen alle Muskeln, beginnend vom Nacken bis zu Füssen – gehe sehr langsam vor.
  •  Hasst du alle Muskeln entspannt, widme dich dem Video zu, dabei beobachte die Kerze aktiv mindestens 5 Minuten lang.
  • Jetzt schließe die Augen und stelle dir vor das du die Kerze immer noch ansiechst. Stelle dir die Kerze mit geschlossenen Augen mindestens 5 gefüllte Minuten, bildlich vor.
  • Diese Übung ist für Anfänger einfach umzusetzen und der erste Schritt für fortgeschrittene meditative Übungen.Diese kleine Übung täglich mindestens 15 Minuten ausgeübt, kann sehr viele gesundheitliche Vorteile mit sich bringen.

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