Qi – unsere Lebensenergie – Ratgeber-Blog zur fernöstlichen Kampf- und Lebenskunst http://ratgeber-lebenskunst.de Im Ratgeber-Blog finden Sie verschiedene Artikel zur fernöstlichen Lebenskunst. Tue, 04 Aug 2015 12:34:46 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.5.2 Qi – unsere Lebensenergie und die Wirkung http://ratgeber-lebenskunst.de/qi-unsere-lebensenergie-und-die-wirkung/ http://ratgeber-lebenskunst.de/qi-unsere-lebensenergie-und-die-wirkung/#respond Wed, 12 Nov 2014 20:09:49 +0000 http://ratgeber-lebenskunst.de/?p=175 Der chinesische Begriff Qi bedeutet so viel wie Energie und Atem. Frei übersetzt kann Qi auch Luft, Gas, Temperament und Kraft bedeuten. Aus moderner daosistischer Sicht steht Qi auch für die Tätigkeit des neurohormonalen Systems. Als zentraler Begriff ist Qi vor allem im Daoismus, der traditionellen chinesischen Medizin sowie bei den sogenannten inneren Kampfkünsten weit […]

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QiDer chinesische Begriff Qi bedeutet so viel wie Energie und Atem. Frei übersetzt kann Qi auch Luft, Gas, Temperament und Kraft bedeuten. Aus moderner daosistischer Sicht steht Qi auch für die Tätigkeit des neurohormonalen Systems. Als zentraler Begriff ist Qi vor allem im Daoismus, der traditionellen chinesischen Medizin sowie bei den sogenannten inneren Kampfkünsten weit verbreitet. In adaptierter Form hat die Lebensenergie auch in verschiedenen Religionen und der Esoterik eine große Bedeutung.

Quellen der Lebensenergie im menschlichen Körper

Nach chinesischer Auffassung fließt die Lebensenergie überall – in der Natur im Wind und im Wasser, im menschlichen Körper in den Organen. Ursprung der Energie sind die Organe, es gibt im menschlichen Körper 3 Quellen des Qi.

1.) Die Lunge: In der Lunge wird das Qi aus der Atemluft genommen. Die Energie des Atems wird auch „Qi der Mitte“ oder „Yang Qi“ genannt. Ähnliche Vorstellungen finden sich auch in der indisch-ayurvedischen Medizin.

2.) Die Nahrung: Aus den Lebensmitteln wird im Magen sowie im Milz-Pankreas System das „Nähr-Qi“ gezogen. Es wird im ganzen Körper verteilt, um die Organe, das Blut und das Gewebe zu „ernähren“.

3.) Das Erbgut: Das sogenannte „Erb-Qi“ wird jeweils von den Eltern an ihre Nachkommen weitergegeben. Diese anzestrale Lebensenergie erhält das ungeborene Kind bereits bei der Zeugung. Das Qi wird nach chinesischer Vorstellung im Nierensystem gespeichert. Das vererbte Qi ist für den Wachstum verantwortlich.

Durch die Lebensenergie wird die jeweilige Funktion der Organe vorangetrieben. Das Qi ist sowohl für die Qualität, als auch für die Quantität der Organfunktion verantwortlich. Ist die Lebensenergie des Organismus geschwächt, so funktioniert bzw. arbeitet ein Organ mangelhaft. Ist das Qi eines Organs erhöht, so arbeitet es im Übermaß.

Die Funktionen des Qi im Körper

– Das Qi – unsere Lebensenergie ist für die Bewegungen im Körper und den Blutkreislauf verantwortlich. Die Lebensenergie steuert die Atmung, den Verdauungsvorgang und den Kreislauf.

– Außerdem steuert das Qi den Wärmehaushalt des Körpers.

– Auch die psychische Aktivität und das Bewusstsein werden vom Qi bestimmt.

– Das Qi sorgt außerdem für die Speicherung von wichtigen Nährstoffen und die Ausscheidung von Schadstoffen.

– Eine weitere Aufgabe des Qi ist der Schutz vor schädlichen Außeneinwirkungen.

Im menschlichen Körper fließt Qi hauptsächlich im Kreislauf der Meridiane (Leitbahnen). Alle physiologischen und physischen Prozesse werden von Qi gesteuert oder hervorgerufen. Die Lebensenergie im menschlichen Organismus ist in ständigem Fluss, wird das Qi gebremst oder blockiert kommt es zu Beschwerden, welche in Form von Schwellungen oder Schmerzen nach außen treten. Eine Minderung von Qi durch Erkrankungen der das fortschreitende Alter bedeutet eine Verlangsamung der Lebensprozesse.

Mit einem Experiment Qi fassbar machen

Um die Lebensenergie im Körper greifbar oder erfahrbar zu machen, kann man ein kurzes Experiment machen. Bringen Sie einfach Ihre beiden Arme in Brusthöhe und reiben Sie die beiden Handflächen schnell und fest aneinander. Dies machen Sie solange bis die Hände sehr heiß werden. Danach hält man die beiden Hände in einem Abstand von ca. 20 bis 30 Zentimeter und bewegt sie langsam aufeinander zu. Je näher die beiden Hände sind, desto besser kann man die Lebensströme in Form eines Prickelns auf den Handinnenflächen wahrnehmen. Bein manchen Menschen sind die Empfindungen so stark, dass die Hände zu zittern beginnen und es fast unmöglich ist, die Hände zusammenzubringen.

Und schon versucht? Lassen Sie sich auf diesen kleinen Selbstversuch ein und machen Sie die Lebensenergie in Ihrem Körper spürbar!

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