Kampfsport und Auswirkungen auf das Sozialverhalten der Kinder

Kampfsport

Auswirkung auf das Sozialverhalten

Das Erlernen einer Kampfsportart trainiert Körper und Geist eines Kindes. Es zeigt ihm aber auch auf, dass sein Körper über Leistungsgrenzen verfügt und dass die körperliche Auseinandersetzung mit Schmerzen verbunden ist. Langfristig wirkt sich dies vielfältig auf das Sozialverhalten innerhalb einer Gruppe aus. Keinesfalls dürfen Kampfsport-kinder als reine Schläger abgestempelt werden.

Selbstbewusstsein und Respekt – eine lebenslang hilfreiche Kombination

Die Bewältigung von Hürden der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit steigert in erster Linie das Selbstbewusstsein der Kleinen. Langfristig trauen sie sich mehr zu und treten entschlossener auf, weil Erfolge einen Menschen bekanntlich wachsen lassen. Diese Effekt lässt sich besonders gut beobachten beim Bestehen der nächsten Gürtelprüfung.
Auf der anderen Seite verlieren die Kinder nie den Kontakt zu den älteren und erfahreneren Schülern in der Gruppe. Sie haben somit immer einen Mitschüler vor Augen, der über ihnen steht und werden deshalb nicht so schnell überheblich.

Dieser altersübergreifende Kontakt fördert die sozialen Fähigkeiten, welche besonders bei Einzelkindern häufig schlecht ausgebildet sind. Das Abschauen bei Älteren und das Anleiten von Jüngeren gehören in den meisten Kampfsportvereinen zum guten Ton. Außerdem ist dies ein Verhaltensmuster, welches den Spross im späteren Leben zu einem fachlich versierten und beliebten Arbeitskollegen machen wird.

Lernen durch Vertrauen zueinander

Training-KinderDas Training umfasst im späteren Verlauf auch choreographierte oder freie Partner-Kämpfe. Diese dienen, wie in Filmen oft dargestellt, keinesfalls dazu, den Schwächeren bloßzustellen. Hierbei lernen die Kinder vielmehr, konzentriert und in gegenseitiger Abstimmung gemeinsam zu üben. Besonders wichtig ist der Punkt, dass sich bei einer Unachtsamkeit beide verletzen können. Dies trainiert das gegenseitige Vertrauen außerdem fördert den langfristigen Zusammenhalt.

Bei diesen Übungen lernen die Kinder außerdem, wie sie ihren Körper kontrollieren. Obwohl hier mit Faustschützern gekämpft wird, können die Jungs und Mädchen erahnen, welche Auswirkungen sie bei einem Treffer mit der bloßen Faust am menschlichen Körper anrichten. Das setzt bei den meisten Kids die Schwelle für eine sinnlose Gewaltanwendung am Menschen deutlich herauf.

Schläger oder Vermittler unter Gleichaltrigen?

Viele Eltern befürchten, dass ihre Kinder die Fähigkeiten aus dem Kampfsport-Training auf dem Schulhof ausnutzen Auswirkung-auf-das-Sozialverhaltenwürden. Komplett lässt sich diese Möglichkeit leider nicht ausschließen. Ein guter Trainer wird gezielt darauf hinwirken, dass der Kampfsport nur zur Verteidigung eingesetzt wird.

Interessant ist, dass Kinder mit Kampfsport-Unterricht selten die körperliche Auseinandersetzung suchen. Das Wissen, das sie sich im Ernstfall effektiv verteidigen können, gibt ihnen allerdings Rückhalt bei Konfrontationen. Weil sie keine Angst davor haben, sich zwischen die Streithähne zu stellen, treten junge Kampfsportler besonders häufig als Streitschlichter auf.

Was geschieht mit einem Schläger?

Sollte ein Schüler sein Wissen missbrauchen, kann ihn der dadurch folgende Verlust an Ansehen unter seinen Kampfsport-Freunden wieder auf die richtige Bahn lenken. Diese werden ihm deutlich zu verstehen geben, wie sie diesem Verhalten gegenüberstehen.

Die Reaktionen von Seiten des Trainers können vielfältig sein. Von kleinen Sanktionen während des Trainings bis hin zum Ausschluss wird der Trainer im eigenen Ermessen handeln. Aufgrund seiner Ausbildung und Erfahrung verfügt er über das nötige Fingerspitzengefühl, um den Jugendlichen zumindest ein wenig zu beeinflussen.

 

Post a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

*