Einstiegsalter von Kindern im Kampfsport

Kampfsport

Kinder im Kampfsport – Pro und Contra

Viele Kampfsportvereine und Verbände bieten ein Kinder-Training an, welches ab einem gewissen Mindestalter besucht werden kann. Die sportliche Ertüchtigung und Methoden zur Selbstverteidigung im Ernstfall sind Vorteile, es sollte jedoch eine gewisse geistige Reife vorhanden sein. Die wichtigsten Vor- und Nachteile unterschiedlicher Altersstufen sind hier zusammengefasst.

Frühstarter – Vorschul- und Grundschulalter

In manchen Kampfsportarten existieren sehr geringe Grenzen für das Mindestalter. So gibt es Vereine im Taekwondo oder Judo, bei denen Kinder bereits vor dem Eintritt in die Schule mitmachen können. Manche Vereine nehmen Kinder schon ab dem 3. Lebensjahr auf. Die Gefahr, dass die Anfänger das Wissen aus dem Training für offene Auseinandersetzungen nutzen, besteht hier nicht, weil gefährliche Techniken erst später gelehrt werden. Außerdem wird ein erfahrener Trainer die geistige Reife des Kindes vor Trainingsbeginn abschätzen.

Kinder TrainingDieser Trainingsbeginn hat den großen Vorteil, dass das Kind gemeinsam mit der Gruppe aufwächst. Die Kinder werden zusammen groß, lernen miteinander sowie voneinander und meistern ihre Prüfungen als Gruppe. Ein Teil von ihnen wird leider über die Jahre den Verein verlassen, weil sich Interessen nun mal verändern.

  • Die Kinder allerdings, die bereits im Vorschulalter mit Kampfsport beginnen und dran bleiben, gehen häufig eine tiefe emotionale Verbindung mit dem Verein und der Gruppe ein.

Der größte Nachteil dieser Altersgruppe besteht im meist sehr langsamen Vorankommen. Die motorischen Fähigkeiten sind noch nicht weit genug ausgebildet, um die komplexen Bewegungsabläufe auszuführen. Dafür werden die Kinder, die fleißig dabei bleiben, im späteren Leben keine Probleme bei körperlichen Herausforderungen bekommen.

Heranwachsende vor der Pubertät

Ob durch Filme, die Suche nach einer körperlichen Herausforderung oder weil der Fußballverein bereits überfüllt ist: Viele Kinder im späten Grundschul- oder frühen Realschulalter zeigen Interesse daran, eine Kampfsportart zu erlernen. Der Vorteil gegenüber den ganz Kleinen liegt natürlich auf der Hand:Dojo

  • diese Altersgruppe lernt schneller und läuft weniger Gefahr, wegen ausbleibender Fortschritte die Lust zu verlieren.
  • Außerdem können vom Trainer mit dieser Altersgruppe auch Partnerübungen zur Selbstverteidigung und sportliche Freikämpfe durchgeführt werden. Das steigert das Interesse noch weiter.

Gefahren dieser Altersgruppen sind überwiegend Verletzungen oder das Ausnutzen der Kampfsport-Kenntnisse für Schulhofschlägereien. Gegen derartigen Gefahren und Ängste hilft allerdings eine Rücksprache mit den Trainern. Diese verfolgen normalerweise das Ziel, die Kinder sowohl in ihrer körperlichen als auch in der charakterlichen Entwicklung zu fördern. Außerdem senkt das Trainieren unter professioneller Aufsicht die Gefahr von langfristigen Verletzungen enorm.

Spätzünder – Jugendliche und junge Erwachsene

Kinder aus fortgeschrittenen Realschul- oder Abiturklassen können sich aus verschiedenen Gründen verspätet für Kampfsport entscheiden. Der Einstieg im Alter von 14 oder noch darüber bringt den Vorteil mit sich, dass die körperliche Entwicklung weitestgehend abgeschlossen ist. Die Jugendlichen lernen schnell dazu und können auch sehr komplexe Bewegungsabläufe ausführen.

Nachteilig wirkt sich das hohe Eintrittsalter in erster Linie beim Stand in der Gruppe aus. Egal ob Karate, Judo oder Kickboxen: die Kinder erarbeiten sich durch Prüfungen immer höhere Gürtelstufen. Ein Neueinsteiger steht in dieser Hierarchie immer ganz unten. Es erfordert ein gewisses Maß an Persönlichkeit, sich den jüngeren Schülern unterzuordnen.

Fazit – Kinder im Kampfsport

Es gibt kein “perfektes” Alter, mit dem ein Kind dem Kampfsportverein beitreten sollte, da alle Altersstufen ihre Vor- und Nachteile haben. Das angemessene Alter hängt immer von der Sportart, der Reife des Kindes und dem persönlichen Ziel ab. Zuletzt sollten allerdings bei jedem Einzelfall die Meinung des Trainers und der Wille des Kindes zueinander passen.

Post a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

*