Alternativmedizin und ihre Ansätze

Kampfkunst und Gesundheit

Kaum etwas ist in der Gesundheitslehre so umstritten wie die Alternativmedizin. Schulmediziner sehen sie oft noch für Humbug an, obwohl selbst Krankenkassen einige Methoden der alternativen Medizin für sinnvoll und ihre Kosten für erstattungsfähig halten. 

Alternativmedizin – ein noch unklarer Begriff

alternativmedizin
Diese Unklarheit, was nun Alternativmedizin ist, was sie kann und wie sie sich zur Schulmedizin abgrenzt, zieht sich leider durch alle Schichten. Laien wie in Gesundheitsberufen Tätige würden sich eine genaue Definition wünschen.
Die Weltgesundheitsorganisation ist der Ansicht, dass Alternativmedizin, auch Komplementärmedizin genannt, vielfältige Heilmethoden umfasst, die außerhalb der Schulmedizin stehen. Die WHO trennt in ihrer Beschreibung allerdings Volksmedizin, Schulmedizin und Alternativmedizin. Auch der Pschyrembel, ein medizinisches Nachschlagewerk, sieht in der Bezeichnung Alternativmedizin eine unscharfe und umstrittene Beschreibung für Verfahren, die in der Schulmedizin – vermeintlich – keinen Platz haben.

Methoden und Einsatzgebiete der alternativen Medizin

akupunkturDabei müsste all diese Begriffsfledderei nicht sein. Der Standpunkt, dass Bewährtes und Hilfreiches eben auch eine anerkannte Heilmethode sein kann, ist durchaus berechtigt. Die Einsatzbereiche vieler der alternativen Medizin zugerechneten Verfahren wie Akupunktur, Osteopathie und Homöopathie sind längst Bestandteil unseres Medizinsystems. Dieselbe Wertschätzung sollte auch ganzheitlichen Methoden wie der TCM allgemein, dem Ayurveda und der anthroposophischen Medizin, die sich auf Rudolf Steiners Grundsätze beruft, entgegengebracht werden. Sind es doch gerade diese Heilmethoden, die teils seit Jahrtausenden Anwendung finden.

Die verschiedenen Wege der alternativen Medizin lassen sich in vierkräuter
Hauptgruppen einteilen:

  • Verfahren mit Heilkräutern, gesunden und hilfreichen Nahrungsmitteln, dem Einsatz von Vitaminen und speziellen Diäten. Dabei müssen diese Verfahren keineswegs eine Zulassung als Arzneimittel haben, um Anwendung zu finden.

 

 

yoga

 

  • Ausgleichende, den Körper und Geist vereinende Methoden. Hierunter fallen Entspannungstechniken, Meditation, aber auch körperbetonte Therapien wie die Alexandertechnik oder Feldenkrais. Yoga, Tai Chi und Qi Gong werden ebenfalls dieser Gruppe zugeordnet.

 

theraphie

 

 

  • In der dritten Gruppen finden sich manuelle Therapien. Chirotherapeutische Maßnahmen, wie etwa die Dorn-Methode, Osteopathie und Massage bieten sowohl Heilung,Linderung und Prävention bei einer Vielzahl von Leiden.

 

 

 

Therapeutic Touch

 

  • Das vierte Feld umfasst Verfahren, die Einfluss auf Energiefelder und ihre Störungen haben können. Therapeutic Touch, die heilsame Berührung, wird ebenso dazu gezählt wie Reiki. Auch elektromagnetische Therapien sind Ansätze aus diesem Wirkungsbereich.

 

 

 

Patientenschutz ist wichtig

Sicher müssen alternative Heilmethoden nicht immer das Mittel der Wahl sein. Dass sie aber in Deutschland grundsätzlich erlaubt sind – im Gegensatz zu so manchem Medikament -, sagt doch einiges über ihre Möglichkeiten aus. Zum Schutze der Hilfe Suchenden gibt es für die Ausübung der Heilberufe, die sich mit diesen Methoden befassen, genaue Zulassungsbestimmungen wie etwa die Qualifikation als Heilpraktiker. Seriöse Therapeuten werden auch immer ihrer Pflicht nachkommen, vor Behandlungsbeginn auf Chancen und Risiken der geplanten Anwendung hinzuweisen.

Woran allerdings Patienten denken sollen, wenn sie alternative Methoden in Anspruch nehmen könnten, ist vor allem eines: Wo Wirkungen nicht genau untersucht wurden, sind auch Nebenwirkungen kaum erforscht. Dieses Risiko ist vor allem dann abzuwägen, wenn Alternativmedizin bei Säuglingen und Kleinkindern, bei Kindern oder bei Schwangeren zum Einsatz kommen soll.

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