5 Tibeter Qi Gong mit Training Anleitung

Fitness & Wellness Meditation & Qi-Gong

5 Tibeter – körperliche und geistige Fitness

Bei den “5 Tibetern” handelt es sich um eine definierte Abfolge von fünf Übungen, die in erster Linie zur körperlichen Gesundheit beitragen sollen. Viele weitere nachgesagte Auswirkungen auf Körper und Geist machten die fünf Tibeter populär. Den Namen erhielten diese Übungen daher, dass sie angeblich seit Jahrhunderten von Mönchen in Tibet praktiziert werden.

Die Geschichte der 5 Tibeter

Die Verbreitung wird einem US-Amerikaner namens Peter Kelder nachgesagt, der als Weltenbummler in seinem Leben viel sah und diese Übungen von tibetischen Mönchen lernte. Dabei nutzten die Mönche angeblich diese Übungen mit ansteigender Wiederholungszahl, um ihre Körper fit zu halten.

5 Tibeter

Mysteriös ist allerdings, dass eine Journalistin im Jahr 1999 keine Nachweise für die angebliche Erstveröffentlichung im Jahr 1939 finden konnte, genau so wenig wie für die Existenz des sogenannten Peter Kelder. Dieser Artikel erschien unter dem Namen “Suche nach dem Buch aus dem Nichts”.
Im zweiten Teil des Artikels widmet sich die Journalistin der Herkunft der Übungen und muss feststellen: In Tibet kennt niemand die “fünf Tibeter“.

Tatsächlich nachweisbar ist eine Neuauflage aus dem Jahr 1985, die 1989 ins Deutsche übersetzt wurde. Woher also die Übungen wirklich stammen, ist unbekannt. Von ihrer positiven Wirkung auf Körper und Geist allerdings sind sehr viele Menschen überzeugt.

Anwendung und Steigerung

Die fünf grundverschiedenen Übungen werden täglich ausgeführt. Dazu wird nichts benötigt außer einer Trainingsmatte oder einer vergleichbaren Unterlage und zwei Quadratmetern an Platz. Es wird empfohlen, mit drei Wiederholungen zu beginnen und jede Woche um zwei Wiederholungen zu erhöhen. Das trainiert nahezu alle für die Haltung wichtigen Muskelgruppen im Körper. Der optimale Trainingseffekt wird erreicht, wenn 21 Wiederholungen durchgeführt werden.
Wichtig ist, dass alle Übungen mit Gefühl und ohne ruckartige Bewegungen ausgeführt werden, da ansonsten eine Gefahr für die körperliche Gesundheit bestünde.

1. Tibeter – Kreisel

Der Kreisel beginnt im Stand, wobei die Füße hüftbreit auseinander sind. Die Knie sind nicht komplett durchgestreckt und die Hände werden vor der Brust aufeinandergelegt. Die Unterarme zeigen hierbei parallel zum Boden nach außen. Anschließend sollen die Hände bis auf Augenhöhe angehoben werden.
Beim Ausatmen werden die Arme seitlich vom Körper weggestreckt, wobei die Handflächen zum Boden zeigen. In dieser Position beginnt die Drehung im Uhrzeigersinn. Die Anzahl der Drehungen ist hier gleich der Anzahl der Wiederholungen bei den anderen Übungen.
Nach mindestens drei vollen Drehungen kehrt der Übende wieder in die Ausgangslage mit den vor den Augen aufeinandergelegten Händen zurück. Die Daumen zu fixieren, hilft dabei, dass das Schwindelgefühl nachlässt.

2. Tibeter – Kerze

Bei der Kerze liegt der Ausführende auf dem Rücken und hat die Arme seitlich eng am Körper abgelegt. Wenn die Daumen leicht das Gesäß berühren aber der Rest der Hände freiliegt, ist die Position richtig.
Beim Einatmen werden nun die gestreckten Beine langsam bis zu einem Winkel von 90° angehoben und dabei der Kopf ein Stück in Richtung Brust bewegt. Die Schultern bleiben allerdings am Boden.
Beim Ausatmen wird das Bewegungsmuster abwärtsgerichtet, bis Kopf und Füße wieder den Boden berühren.

3. Tibeter – Halbmond

Bei der Ausgangsstellung zum Halbmond wird hüftbreit mit hinten aufgestellten Zehen gekniet. Oberkörper und Wirbelsäule sind gerade.
Nun wird beim Einatmen das Gesäß mit den Händen nach vorn geschoben und die Schultern nach hinten. Der Rücken macht ein Hohlkreuz, während der Kopf bei geöffnetem Mund so weit wie möglich überstreckt wird.
Beim Zurückkehren in die Ausgangsposition wird empfohlen, die gerade Position etwas nach vorn zu überschreiten und den Kopf kurz auf der Brust abzulegen.

4. Tibeter – Brücke

Die Brücke beginnt in einer aufrecht sitzenden Haltung, wobei die Beine nach vorn gestreckt sind. Die Handflächen stützen mit nach vorn zeigenden Fingern seitlich neben der Hüfte.
Beim Einatmen werden gleichzeitig der Oberkörper nach vorn geschoben und die Beine aufgestellt, solange die bodenparallele “Brückenstellung” erreicht ist. Einen kurzen Augenblick verweilen und anschließend mit der Ausatmung in die sitzende Ausgangshaltung zurückkehren.

5. Tibeter – Berg

Beim Berg beginnt die Übung in Bauchlage. Die Hände sind in der Liegestützhaltung und die Füße hüftbreit auseinander mit angezogenen Zehen.
Zuerst werden die Arme gestreckt und ein Hohlkreuz mit dem Kopf im Nacken geformt. Beim Einatmen werden nun Becken und Gesäß nach oben und das Kinn in Richtung Brustbein bewegt sodass der Körper ein umgekehrtes “V” bildet. Mit der Ausatmung geht es wieder zurück in die Hohlkreuzstellung.

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